Kurze Ortschronik von Dechendorf
Dechendorf liegt im nördlichen Landkreis Roth, ca. 10 km westlich von Schwabach direkt an der Bundesautobahn A6 Nürnberg-Heilbronn, in landschaftlich reizvoller Umgebung. Westlich von Dechendorf erhebt sich der Haufbuck (452m), der höchste "Berg" innerhalb des Gemeindegebietes Rohr. Am Abhang dieser Hochfläche entspringt die "Volkach", ein Nebenbach der "Schwabach". Dechendorf erscheint erstmals urkundlich im Jahre 1162 im Heilsbronner Urkundenbuch. Da das Dorf am Rande des Dechenwaldes liegt, stammt vermutlich auch der Ortsname von diesem Wald. Der Dechenwald ist heute im Besitz des Freistaates, früher gehörte er zum Herrenstift St. Emmeram in Spalt. Der Vorsteher dieses Stifts war ein Dekan. Aus der früheren Schreibweise des Wortes ""Dekan"" (techan, techant, dechant und dechent) wird der heutige Name des Waldes abgeleitet.Dechendorf gehörte etwa zur Hälfte zum Spalter Stift, die anderen Höfe gehörten zum Kloster Ebrach, also den Mönchshof in Schwabach. Aus diesem Grund waren die Einwohner von Dechendorf kirchlich in zwei Gruppen geteilt. Die ebrachischen Untertanen gingen nach Schwabach, ab 1671 nach Barthelmesaurach in die Kirche. Die eichstättischen Untertanen gehörten zur Kirche nach Rohr. Erst 1812 wurde diese Einteilung aufgegeben. Seitdem gehen alle Dechendorfer in die Kirche nach Rohr. Nach der Eingliederung des Fürstentums Ansbach in das Königreich Bayern im Jahre 1806 wurden einzelne Dörfer zu politischen Gemeinden zusammengeschlossen. Dechendorf gehörte bis zur Gebietsreform 1978 zur selbständigen Gemeinde Prünst im Landkreis Schwabach, seitdem zur Großgemeinde Rohr (46,5km2). Diese zählt heute etwa 3500 Einwohner, wovon 102 Einwohner im Ortsteil Dechendorf wohnen. Robert Lämmermann |
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