Freiwillige Feuerwehr Dechendorf

Festkommers zur 100 Jahrfeier



Am 21. Mai 2010 begannen mit dem Festkommers die Feierlichkeiten um das 100 jährige Jubiläum der FFW Dechendorf.

Festkommers 2010

Der erste Vorstand Bernd Winkler und der erste Kommandant Helmut Käferlein konnten neben den aktiven Feuerwehrkameraden, dem Ehrenvorstand Leonhard Käferlein und dem Ehrenkommandanten Johann Peipp, den Festdamen, Abordnungen der anderen drei Dechendorfer Vereine auch Gäste aus Politik und der Feuerwehrführung begrüßen.

Als Schirmherr für das bevorstehende Festwochenende dankte Bürgermeister Herbert Bär der aktuellen Führungsmannschaft für den Einsatz, stets für eine einsatzbereite Wehr zu sorgen und lobte den Mut ein solches Festprogramm auf die Beine zu stellen. Auch vergaß er nicht den anwesenden ehemaligen Kameraden für deren jahrelangen Einsatz zu danken. Als Geschenk und Anerkennung der Gemeinde überreichte Herbert Bär ein Totenband für die Fahne zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden.

Für Landrat Herbert Eckstein war es ein besonderes Anliegen Leonhard Käferlein für 27 Jahre Vorstandschaft und Johann Peipp für seine 38 Jahre als zweiter und erster Kommandant zu danken und diese als großes Vorbild für die heutige Jugend hervorzuheben. Er gab sich auch sehr erfreut darüber, dass die Dechendorfer Jugend aktiv am Feuerwehrleben teilnimmt und auch zum Festkommers anwesend war. Weiter zeigte sich Herbert Eckstein überzeugt, dass Dechendorf ein gutes Beispiel dafür ist, dass eine Gemeinschaft Vorteile für alle bietet, was er mit der Aussage „Uns helfen keine Hochglanzbroschüren und schönen Worte! Wir brauchen Frauen und Männer, die das Leben in den Dörfern aktiv mitgestalten“ noch untermauerte. Auch der Kreisbrandrat Werner Löchl zeigte sich sehr erfreut über die aktive Jugend und ermunterte diese auch in Zukunft für eine einsatzbereite Ortsfeuerwehr zu sorgen. Auch wenn eine Ortsfeuerwehr nicht mit der neuesten Ausrüstung ausgestattet werden kann, hat eine Ortswehr doch den entscheidenden Vorteil in kürzester Zeit vor Ort zu sein und auch die örtlichen Gegebenheiten zu kennen.

Kreisbrandinspektor Richard Götz überbrachte zunächst die Grüße des verhinderten Kreisbrandmeisters Thomas Richter um dann auch den Nachwuchsfeuerwehrmännern für deren Schulungswillen bei den Fortbildungslehrgängen zu danken.

Nach den Ansprachen galt es den Höhepunkt des Abends zu zelebrieren. Die neue Fahne wurde enthüllt. Nicht ohne Stolz, es nun umgesetzt zu haben, berichtete Bernd Winkler über den lang gehegten Wunsch der Dechendorfer Feuerwehr eine eigene Fahne zu besitzen. Schon vor 25 Jahren wurde intensiv darüber nachgedacht, jedoch ohne es in die Tat umzusetzen. Nun zum 100-jährigen wurde die Anschaffung umgesetzt. Die Fahne ist auf einer Seite rot mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“, einem Feuerwehremblem und dem Wappen der Gemeinde Rohr bestickt. Die andere Seite ist in Blau gehalten und zeigt das Feuerwehrhaus.

Obgleich Dechendorf zurzeit nur 108 Einwohner zählt gibt es neben der Feuerwehr noch weitere drei Vereine. Von diesen haben es sich die Vorstände natürlich nicht nehmen lassen, auch der Feuerwehr zum Jubiläum zu gratulieren. Manfred Peipp vertrat den „Schnupfclub Dechendorf“ und untermauerte die wichtige Stellung der Feuerwehr als ältesten und wichtigsten Verein im Dorf. Er dankte ebenfalls Leonhard Käferlein, welcher lange Zeit auch Vorstand des Schnupfclub Dechendorf war und diese beiden Ämter gleichzeitig ausübte, und Johann Peipp für dessen immensen Einsatz das Dorf immer zusammenzuhalten. Für den „Humboldt Club Dechendorf und Umgebung“ überbrachte Werner Schwab die Grußworte. Den jüngsten Verein „Die Fichtennüssla“ wurde durch Anton Hief repräsentiert, welcher die Glückwünsche in Reimform überbrachte. Als Präsent hatten die drei Vereine gemeinsam ein Fahnenband für die neue Fahne anfertigen lassen, welche Sie der Feuerwehr übergaben, um diese nach der Fahnenweihe an die Fahne zu hängen.

Die Festdamen waren zahlreich in ihrem Dirndl erschienen. Jaqueline Winkler trug den Festprolog vor.

Im Anschluss wurden die langjährigen Feuerwehrkameraden für ihre Dienste für die Feuerwehr geehrt:

  • Johann Röttenbacher seit 1945
  • Johann Winter seit 1950
  • Georg Böhmländer seit 1973 (1952 bis 1973 FFW Rohr)
  • Leonhard Käferlein seit 1954
  • Michael Häckler seit 1954
  • Johann Peipp seit 1958
  • Georg Hauerstein seit 1965

Im Anschluss saßen viele Dechendorfer und Gäste noch lange im Gasthaus in geselliger Runde zusammen.


Gedicht der Vereine

Wir ehren heut die Feuerwehr
denn hundert Jahre ist es her
dass sie den Schwur gelobt
zu Helfen in höchster Not.

Denn was die Menschen stets vereinte
das ist der Dienst an der Gemeinde
drum tut hier im Ort, ob Bursch, ob Mann
das Beste was er leisten kann.

Zu tun gibt’s ja auch allerhand
die Glut löscht´ man am Waldesrand
und war der Einsatz gut genug
löscht man den Durst im Gasthof Krug.

Zum Löschen kommen noch an´dre Pflichten
die muss die Wehr auch noch verrichten
Keller auspumpen, Straßen räumen
von den vom Sturm gefällten Bäumen.

Zum üben braucht man sehr viel Zeit
und auch für die Geselligkeit
für die sorgt nicht die Wehr alleine
es gibt noch andere Vereine.

Vom Alten bis zum jungen Hupfer
sind´s „Humbolder“, „Nüssla“ oder „Schnupfer“
und somit ist das Dorf vereint
und das ist gut, wie mir es scheint

Die Humbolder, das weiß man schon
die pflegen eine Tradition
und Pflege ist, doch das nicht nur
ein wichtiger Teil unserer Kultur.

Sie haben den alten Traktoren
ihre ewige Treue geschworen
an manchen Tagen kann man sie seh´n
wenn sie mit dem Deutz auf Ausfahrt geh´n

Will man sein Bild in der Zeitung seh´n,
dann musst du zu den Schnupfern geh´n
da hat man schon mit Nas´ und Kraft
gestemmt die deutsche Meisterschaft.

Sie stopfen seit ihrer Gründung
Tabak in die Nasenmündung
dafür gebührt euch viel Applaus
obgleich - es sieht zum Fürchten aus !

Das eine steht schon heute fest
in 4 Jahr´n gibt´s das nächste Fest
die Schnupfer Jubilare
wer(d)n dann schon 50 Jahre !

Als vierter Verein in unserem Ort
melden die „Nüssla“ sich zu Wort
als Faschingsverein sind wir bereit
für die fünfte Jahreszeit.

Familiensinn wird groß geschrieben
und mancher Schabernack getrieben
Faschingszüge, Kanufahrten
Wandern, Kegeln, Hochseilgarten
sind z. B. solche Sachen
die den Kindern Freude machen.

Lange Rede, kurzer Sinn
weshalb wir hier versammelt sind
gratulieren und danken wir sehr
der Dechendorfer Jubelwehr.

Wünschen wir doch vor allen Dingen
für das Fest nun gutes Gelingen
dem Nächsten zur Wehr, Gott zur Ehr,
ein dreifach Hoch unserer Feuerwehr !!

Autoren: Sabrina Hief und Rudi Schödel
FFW Dechendorf

Gedicht der Vereine